Yves Doaré Lithographie signiert, expressive Figuration, abstrakte Kunst, Abstraktion
Lithographie, unten rechts signiert,
Yves Doaré, geboren 1943 in La Roche-Bernard, ist ein französischer Künstler, dessen Werk sich um Gravur und Malerei dreht. Er begann seine künstlerische Ausbildung, indem er von 1969 bis 1970 Abendkurse im Atelier von Jean Delpech besuchte und war anschließend von 1976 bis 1978 Stipendiat an der Casa de Velázquez in Madrid.
Seit 1978 in der Bretagne ansässig, praktizierte Doaré zunächst bis 1990 die Kupferstichkunst, bevor er sich dem Holzstich und Anfang der 2000er Jahre der Malerei zuwandte. Sein Stil zeichnet sich durch eine freie und expressive Figuration aus, die deformierte Formen und Kompositionen zwischen Groteske und Tragikomik erforscht.
Doaré hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, insbesondere in Rom, Genf, New York und Madrid. Seine Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter die des Musée des Beaux-Arts de Quimper, das zwischen 2006 und 2013 eine Schenkung von 102 Werken erhielt.
Sein Stil ist zutiefst figürlich, aber verzerrt, expressiv, manchmal sogar grotesk. Er lehnt jede Form von Akademismus ab: Seine Werke zeigen menschliche Figuren, die mit übertriebenen Zügen modelliert sind und sowohl an das Tragische als auch an das Komische grenzen. Man spürt in seinem Werk eine Obsession für die Unvollkommenheit des Lebendigen, für die Ambiguität menschlicher Emotionen, ein wenig in der Art einiger expressionistischer Maler des 20. Jahrhunderts, aber ohne sie jemals wirklich zu imitieren.
Sowohl in der Gravur als auch in der Malerei verwendete er zunächst Kupfer, dann Holz und wechselte später zu Öl auf Leinwand. Seine Linienführung ist präzise, aber frei, gespannt zwischen technischer Disziplin (erworben aus seiner Zeit im Atelier von Jean Delpech) und expressiver Deformation.
Bei Doaré gibt es eine ständige Suche nach roher Energie, als wollte er den Firnis der schönen Form abkratzen, um etwas Erdigeres, Instinktiveres zum Vorschein zu bringen. Seine Landschaften sind oft von Wesen bevölkert, die an der Grenze zwischen Menschlichem und Monströsem liegen, mit einem schwarzen Humor, der ein wenig an Goya oder die moderneren Gravuren von Ernst Barlach erinnert.