Yves Doaré Gravur signiert 1988, expressive Figuration, abstrakte Kunst, Abstraktion
Radierung, unten rechts signiert,
Yves Doaré, geboren 1943 in La Roche-Bernard, ist ein französischer Künstler, dessen Werk sich um Gravur und Malerei dreht. Er begann seine künstlerische Ausbildung mit Abendkursen im Atelier von Jean Delpech zwischen 1969 und 1970 und war dann von 1976 bis 1978 Stipendiat an der Casa de Velázquez in Madrid.
Seit 1978 in der Bretagne ansässig, praktizierte Doaré zunächst bis 1990 Kupferstiche, bevor er sich dem Holzschnitt und dann Anfang der 2000er Jahre der Malerei zuwandte. Sein Stil zeichnet sich durch eine freie und ausdrucksstarke Figuration aus, die deformierte Formen und Kompositionen zwischen Groteske und Tragikomödie erforscht.
Doaré hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, insbesondere in Rom, Genf, New York und Madrid. Seine Werke sind in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter die des Musée des Beaux-Arts de Quimper, das zwischen 2006 und 2013 eine Schenkung von 102 Werken erhielt.
Sein Stil ist zutiefst figürlich, aber verzerrt, ausdrucksstark, manchmal sogar grotesk. Er lehnt jede Form von Akademismus ab: Seine Werke zeigen menschliche Figuren, die mit übertriebenen Zügen modelliert sind und sowohl mit dem Tragischen als auch mit dem Komischen kokettieren. Man spürt in seinem Werk eine Obsession für die Unvollkommenheit des Lebendigen, für die Zweideutigkeit menschlicher Emotionen, ein wenig in der Art bestimmter expressionistischer Maler des 20. Jahrhunderts, aber ohne sie jemals wirklich zu imitieren.
Im Bereich der Gravur wie auch der Malerei verwendete er zunächst Kupfer, dann Holz, bevor er zur Ölmalerei auf Leinwand überging. Seine Linienführung ist präzise, aber frei, gespannt zwischen technischer Disziplin (erworben in seiner Zeit im Atelier von Jean Delpech) und expressiver Deformation.
Bei Doaré gibt es eine ständige Suche nach roher Energie, als wollte er den Lack der schönen Form abkratzen, um etwas Erdigeres, Instinktiveres zum Vorschein kommen zu lassen. Seine Landschaften sind oft bevölkert von Wesen an der Grenze zwischen Menschlichem und Monströsem, mit einem schwarzen Humor, der ein wenig an Goya oder die moderneren Radierungen von Ernst Barlach erinnert.