Roberto Matta - FARDOULIS-LAGRANGE Lithografieplakat, Surrealismus, Kunst

Roberto Matta - FARDOULIS-LAGRANGE Lithografieplakat, Surrealismus, Kunst

€250,00
Angebotspreis  €250,00 Normaler Preis  €250,00
Zu Produktinformationen springen
Roberto Matta - FARDOULIS-LAGRANGE Lithografieplakat, Surrealismus, Kunst

Roberto Matta - FARDOULIS-LAGRANGE Lithografieplakat, Surrealismus, Kunst

€250,00
Angebotspreis  €250,00 Normaler Preis  €250,00
Echtheit
Original
Typ
Lithographie
Träger
Auf Papier
Stil
1980
Genre
Surrealismus
Eigenschaften
Signiert
Roberto Matta - FARDOULIS-LAGRANGE
Lithografie-Poster, Format: 59 x 40 cm, 
Gebrauchsspuren

🌐 KOSTENLOSER VERSAND: Das Poster wird sorgfältig verpackt, um optimalen Schutz während des Transports zu gewährleisten.


Zögern Sie nicht, weitere Informationen oder Fotos anzufordern. 

Roberto Matta (1911-2002)

Chilenischer Maler, Architekt und visueller Denker, eine Schlüsselfigur des Surrealismus des 20. Jahrhunderts. Geboren in Santiago de Chile, absolvierte er eine Architekturausbildung, reiste durch Europa, wo er Le Corbusier traf und André Breton kennenlernte. Matta trat schnell dem Kreis der Surrealisten bei, den er von innen heraus dynamisieren sollte.

Sein freies und visionäres Werk überschreitet die Grenzen der Bewegung: Er illustriert nicht nur das Unbewusste, sondern erfindet auch neue mentale Räume. Seine Leinwände – weite kosmische Felder, organische Architekturen, sich metamorphosierende Formen – präfigurierten noch unerforschte Welten. Matta malte, was das Auge noch nicht sah: Visionen der Menschheit im Wandel, zwischen Traum und Dystopie.

Im Laufe der Jahrzehnte blieb Matta ein Außenseiter: Seine Werke aus der amerikanischen Periode (New York, 1940er Jahre) beeinflussten abstrakte Expressionisten wie Gorky oder Motherwell zutiefst. In den 60er und 70er Jahren schlug er eine politischere, direktere Richtung ein, ohne jemals seine surrealistische Vorstellungskraft zu verleugnen.

Seine Kunst ist ein Knotenpunkt: zwischen Wissenschaft und Magie, Geometrie und Chaos, Utopie und Sozialkritik. Er eröffnet visuelle Perspektiven, die bis heute digitale Praktiken, Experimentalfilm und spekulatives Design durchdringen.

Matta starb 2002 in Italien und hinterließ ein Erbe, das über den Bereich der Malerei hinausgeht. Er ist ein Denker des mentalen Raums, ein Architekt der Vorstellungskraft. Die Zukunft der Kunst – diejenige, die die Grenze zwischen Disziplinen ablehnt – verdankt ihm viel.

Michel Fardoulis-Lagrange (1910-1994)

Französisch-griechischer Schriftsteller und Dichter, unklassifizierbar und radikal. Geboren in Kairo, kam er 1929 nach Paris und tauchte in das avantgardistische Literaturbild ein. Schnell zeichnete er sich durch eine dichte, fragmentarische Schrift aus, die an der Grenze zwischen Roman, Poesie und Philosophie angesiedelt war.

Er lehnte die surrealistische Orthodoxie ab, misstraute Dogmatismus und schmiedete eine einzigartige Stimme, genährt von griechischen Mythen, Gnosis und einer tiefen spirituellen Suche. Sein Stil? Eine visionäre Prosa, manchmal undurchsichtig, immer auf ein wesentliches Wort ausgerichtet.

Als Aktivist, Widerstandskämpfer und Gründer der Zeitschrift Troisième Convoi durchquerte er das Jahrhundert als Freigeist. Michel Leiris würdigte ihn als „Erfinder des Roman-Poesie“, einen Schriftsteller, der in der Lage war, die Rahmen der Erzählung zu sprengen.

Sein Werk, noch wenig bekannt, ist geprägt von Anspruch: Sébastien, l'enfant et l'orange (1942), Volonté d’impuissance (1944), Les Hauts Faits (1956), Les Caryatides et l’Albinos (1959)… all dies sind Texte, die innere Wege eröffnen, wo die Sprache zur Materie der Offenbarung wird.

Heute, in einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen Disziplinen auflösen, in der die Literatur die Kraft der Mythen und des Heiligen wiederentdeckt, hallt Fardoulis-Lagranges Werk mit neuer Intensität wider.

Das könnte Ihnen auch gefallen