Raoul Ubac - Original-Lithografieplakat 1968 - Abstrakte Kunst - Abstraktion
Raoul Ubac
Original Lithografie-Plakat, 1968.
Musée national d'art moderne.
Format: 59,5 x 45 cm
Guter Zustand.
Über den Künstler…
Raoul Ubac (1910-1985), mit bürgerlichem Namen Rudolf Gustav Maria Ernst Ubach, war ein belgischer Künstler, geboren in Malmédy, als diese Stadt noch zu Deutschland gehörte. Ubac ist eine der Hauptfiguren des Surrealismus und der Abstraktion des 20. Jahrhunderts, der im Laufe seiner Karriere eine Vielzahl von Medien, darunter Fotografie, Malerei und Skulptur, erforschte.
In den 1930er Jahren ging er nach Paris, wo er sich dem Kreis der Surrealisten anschloss, beeinflusst von André Breton und Man Ray. Zunächst machte er sich mit seinen fotografischen Experimenten einen Namen, insbesondere mit seinen innovativen Techniken der Solarisation und Verzerrung, die seltsame und traumhafte Bilder hervorbrachten. Während des Zweiten Weltkriegs wandte er sich von der Fotografie ab, um sich der Malerei und dem Kupferstich zu widmeten, bevor er in den 1950er Jahren Bildhauer wurde.
In Frankreich entwickelte er ein Werk, das von der Suche nach Materialien und organischen Formen geprägt ist. Sein von seinen Wurzeln und der Mythologie beeinflusstes Werk entwickelte sich ständig weiter, von der Figuration zu einer poetischen Abstraktion. Raoul Ubac starb 1985 in Dieudonné, Frankreich, und hinterließ ein vielfältiges Werk, das die großen Kunstbewegungen des Jahrhunderts durchläuft.
Raoul Ubac ist ein vielseitiger Künstler, dessen Werk eine ständige Suche nach Experimenten und Innovationen widerspiegelt. In den 1930er Jahren wurde er durch seine surrealistischen Fotografien wie „La Nébuleuse“ und „La Conciliabule des pierres“ bekannt, in denen er die plastischen Möglichkeiten des Bildes erforschte, insbesondere mit Solarisation und Verbrennung. Diese fotografischen Arbeiten, gleichermaßen rätselhaft und kraftvoll, spielen mit den Begriffen Traum und Realität.
Nach 1945 wandte er sich der Malerei und dem Kupferstich zu, mit einem ausgeprägten Interesse an Textur und Material. Seine abstrakten Werke erinnern oft an felsige Landschaften oder organische Formen, wie in seiner Serie von Stichen „Les Mains coupées“, inspiriert von der Poesie von René Char. In den 1950er Jahren wurde er Bildhauer und arbeitete hauptsächlich mit Schiefer, den er in grobe und reine Formen schnitzte und so eine mineralische Sinnlichkeit offenbarte.
Seine Kunst, durchdrungen von einer Faszination für Natur und Mythen, versucht, das Wesen der primären Elemente einzufangen. Ubac wird dafür gefeiert, die Grenzen traditioneller Techniken überschritten und eine Rolle beim Übergang vom Surrealismus zur Abstraktion gespielt zu haben.