Pierre Tal Coat Lithografie auf Velin, lyrische Abstraktion, Informel
Pierre Tal Coat
Lithographie auf Velin,
Unten rechts im Motiv im Druck monogrammiert,
Format: 56 x 50 cm
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Pierre Tal Coat, geboren 1905 in der Bretagne und gestorben 1985, ist eine der einzigartigsten Figuren der französischen Malerei des 20. Jahrhunderts, an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Beobachtung der Realität und innerem Eintauchen. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend und an der École des Beaux-Arts in Paris ausgebildet, begann er mit einer Malerei, die noch vom Naturalismus und der klassischen Tradition geprägt war, bevor er sich allmählich von jeder Form der deskriptiven Nachahmung distanzierte.
Sein Werdegang vollzog sich in einem intellektuellen und künstlerischen Kontext, der von den Krisen des Jahrhunderts, dem Zweiten Weltkrieg, dem Existenzialismus, der Infragestellung humanistischer Gewissheiten und der Suche nach einer essentielleren Beziehung zur Welt geprägt war. Als enger Freund von Dichtern und Denkern wie André du Bouchet, René Char oder Heidegger entwickelte Tal Coat ein Konzept der Malerei als Erfahrung der Präsenz, als Versuch, das zu erfassen, was der Sprache und der Darstellung vorausgeht.
Ab den 1940er-1950er Jahren gab er die erkennbare Figur schrittweise auf, um sich auf die Kräfte, Rhythmen und Spannungen der Landschaft zu konzentrieren: Felsen, Böden, Gräser, Wasser, Winde wurden zu bildnerischen Strukturen statt zu Motiven.
Er arbeitete oft im Freien, in einer fast physischen Beziehung zum Raum, und lehnte Systeme, Schulen und geschlossene Theorien ab.