Mario Avati Radierung, Mezzotinto signiert, post-poetischer Realismus, Minimalismus
Gravur, Mezzotinto,
Mario Avati (1921–2009) ist ein französisch-italienischer Künstler, der als einer der unbestrittenen Meister der Mezzotinto (Schabkunst) gilt, einer anspruchsvollen und subtilen Radiertechnik. Geboren in Monaco, studierte er an der École des Arts Décoratifs in Nizza und anschließend an der École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris, wo er bei Édouard Goerg ausgebildet wurde.
Ab 1947 experimentierte Avati mit verschiedenen Radiertechniken, doch ab 1957 widmete er sich fast ausschließlich der Mezzotinto, zunächst in Schwarz-Weiß, dann ab 1969 auch in Farbe. Sein Werk, inspiriert von Giorgio Morandi, konzentriert sich auf reduzierte Stillleben: Früchte, Musikinstrumente, Alltagsgegenstände, Schmetterlinge… Er komponierte seine Werke mit geometrischer Strenge und verlieh seinen Motiven eine stille und zeitlose Präsenz.
Avati illustrierte zahlreiche bibliophile Werke, darunter Texte von Baudelaire, Lewis Carroll, Villiers de l’Isle-Adam und Brillat-Savarin. Seine Werke wurden weltweit ausgestellt und sind in den Sammlungen von über 100 öffentlichen Institutionen vertreten, darunter das MoMA, das Metropolitan Museum of Art, das Victoria & Albert Museum und die Uffizien.
Im Jahr 2013 schuf die Académie des beaux-arts den Mario-Avati-Stichpreis, der einen anerkannten Graveur jeglicher Nationalität auszeichnet. Dieser Preis zeugt vom nachhaltigen Einfluss seines Werks auf die Welt der zeitgenössischen Druckgrafik.