Marie Laurencin Signierte Gravur, poetischer, feminisierter Kubismus, Lyrik, Abstraktion
Unten rechts signierte Gravur,
Über den Künstler…
Marie Laurencin (1883–1956) war eine französische Malerin und Grafikerin, die mit den Anfängen des Kubismus in Verbindung gebracht wird, obwohl sie stets einen sehr persönlichen Stil beibehielt, der weicher und lyrischer war als der ihrer kubistischen Zeitgenossen.
Kontext und Stil:
In der Académie Humbert ausgebildet, wurde sie von ihren Begegnungen mit Georges Braque und Pablo Picasso beeinflusst.
Sie verkehrte im Kreis der Dichter und Künstler der Gruppe Section d’Or und in den Pariser Salons um Persönlichkeiten wie Guillaume Apollinaire (mit dem sie eine Beziehung hatte).
Ihr Stil zeichnet sich durch vernebelte Formen, Pastellpaletten und idealisierte weibliche Darstellungen aus, fern von der radikalen Fragmentierung des analytischen Kubismus.
Man kann von einem poetischen oder feminisierten Kubismus sprechen, der sehr wiedererkennbar ist: elegante Silhouetten, melancholische Blicke, weiche Konturen.
Karriere:
Sie stellte bereits 1907 im Salon des Indépendants und im Salon d’Automne aus.
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte sie großen Erfolg, insbesondere in der Pariser Gesellschaft, und schuf zahlreiche Frauenporträts.
Sie war auch in der Buchillustration und Szenografie tätig.
Manchmal dem Orphismus zugeordnet für ihre Farbforschungen (neben Delaunay), blieb ihr Werk am Rande der großen Strömungen, getragen von einer intimistischen und verträumten Sensibilität.
Marie Laurencin ist eine einzigartige Figur, die zwischen Kubismus und Symbolismus mit einer sanften und femininen Ästhetik navigierte und heute für ihre Unabhängigkeit gegenüber den männlichen Avantgarden ihrer Zeit neu bewertet wird.