Leon Zack Tusche auf Papier, signiert 1945, lyrische Abstraktion, École de Paris

Leon Zack Tusche auf Papier, signiert 1945, lyrische Abstraktion, École de Paris

€1.150,00
Angebotspreis  €1.150,00 Normaler Preis  €1.150,00
Zu Produktinformationen springen
Leon Zack Tusche auf Papier, signiert 1945, lyrische Abstraktion, École de Paris

Leon Zack Tusche auf Papier, signiert 1945, lyrische Abstraktion, École de Paris

€1.150,00
Angebotspreis  €1.150,00 Normaler Preis  €1.150,00
Authentizität
Original
Typ
Lavierung
Material
Tinte
Genre
Symbolismus
Eigenschaften
Signiert
Thema
Religion, Mythologie

Leon Zack

Tusche und Tuschelavierung auf Papier, 1945
Unten links signiert,
Format: 33 x 25 cm
Guter Zustand

KOSTENLOSER VERSAND: Das Poster wird sorgfältig verpackt, um optimalen Schutz während des Transports zu gewährleisten. Über den Künstler…

Über den Künstler

Léon Zack, oder die Abstraktion als spiritueller Weg

Geboren 1892 in Nischni Nowgorod unter dem Namen Lev Wassiljewitsch Zack, ist Léon Zack einer jener Künstler mit einem vielschichtigen Lebensweg, wo Exil, Glaube und innere Suche die Konturen eines zutiefst menschlichen Werkes zeichnen. Auf der Flucht vor dem revolutionären Russland ließ er sich in Paris nieder, wo er zu einer festen Größe der europäischen Moderne wurde. Als französischer Staatsbürger verkörpert er diese Generation kosmopolitischer Künstler, die Paris zu einem intellektuellen Knotenpunkt des 20. Jahrhunderts machten.

Zack begann mit der Erkundung der Figuration, beeinflusst von den Impressionisten und den russischen Avantgarden. In den 1930er Jahren näherte er sich der neuhumanistischen Gruppe an, zusammen mit Christian Bérard und Pavel Tchelitchev, und entwickelte eine introspektive, sensible und poetische Malerei. Doch in der lyrischen Abstraktion fand er seine volle Stimme. Nach dem Krieg vollzog er einen radikalen Wandel: „Ich verstand, dass das figurative Element mich daran hinderte, mich auszudrücken.“ Diese Ablehnung visueller Narration zugunsten einer meditativen Malerei aus verschwommenen Formen und gedämpften Tönen verleiht seinem Werk eine seltene Intensität, oft beladen mit einer unterschwelligen Spiritualität.

Nach seiner Konversion zum Katholizismus im Jahr 1941 integrierte Zack diese sakrale Dimension in seine Kunst, ohne jemals in die religiöse Illustration zu verfallen. Seine Glasfenster – für Kirchen im Elsass, in der Bretagne oder in der Pariser Region – sowie seine Gedenkmosaiken (insbesondere für die Krypta des Mahnmals Bittermark in Dortmund) zeugen von einer zutiefst transzendenten Abstraktion. Bei Zack wird das Sakrale nicht illustriert, sondern gefühlt.

Als vielseitiger Künstler war Léon Zack auch Dichter und Illustrator. Er vertonte die Worte von Baudelaire, Verlaine, Rimbaud, Mallarmé oder Puschkin und veröffentlichte gleichzeitig seine eigenen Gedichte unter dem Pseudonym M. Rossiyanski. Diese Vielfalt der Medien spiegelt eine einzigartige Suche wider: die nach einer universellen Sprache, in der Form und Wort in einem einzigen spirituellen Impuls zusammenfinden.

Sein Werk ist heute in zahlreichen angesehenen Institutionen präsent, vom Centre Pompidou über die Tate Modern bis hin zum Vatikan. Auf dem Sekundärmarkt erregen seine abstrakten Gemälde aus den 1950er bis 1970er Jahren – insbesondere die aus Privatsammlungen oder gut dokumentierten – zunehmendes Interesse. Der von Irène und Florent Zack mit Unterstützung von Alain Pizerra veröffentlichte Werkkatalog ist eine unverzichtbare Referenz für Kunstmarktprofis.

Das könnte Ihnen auch gefallen