Gilles Aillaud Lithografieplakat, signiert "Rolland Garros 1984", abstrakt
Lithografie-Poster
Unten rechts vom Künstler handsigniert und Jean Paul Loth gewidmet.
"Rolland Garros 1984"
Format: 75 x 57,5 cm.
Guter Zustand, einige Gebrauchsspuren.
Über das Werk…
Gilles Aillaud gehört zur Bewegung der narrativen Figuration, die in den 1960er Jahren in Frankreich als kritische Antwort auf die Hegemonie der Abstraktion und der Konzeptkunst entstand. Diese Bewegung vereint Künstler, die "L'art pour l'art" ablehnen und eine politische, soziale und narrative Dimension in die Malerei wieder einführen, die in den zeitgenössischen Realitäten verankert ist. Aillaud, zusammen mit seinen Weggefährten wie Eduardo Arroyo oder Henri Cueco, lehnt die vom Weltgeschehen losgelöste Kunst ab und tritt für eine engagierte, verständliche Malerei ein, die erzählen, anprangern und zum Nachdenken anregen kann.
In diesem Kontext der Nach-68er-Kämpfe, wo politische Ernüchterung und der Aufstieg der Massenmedien visuelle und ideologische Bezugspunkte verändern, wählt Aillaud einen einzigartigen Weg: das gefangene Tier als Metapher für die menschliche Entfremdung. Seine Löwen hinter Gittern, seine Elefanten in Gruben, seine in Käfigen erstarrten Affen werden zu Figuren einer Welt ohne Freiheit. Er malt die Gefangenschaft nicht mit Gewalt, sondern mit einer klinischen, fast bürokratischen Kälte, die die Gleichgültigkeit moderner Gesellschaften gegenüber Leid evoziert.