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Antonio Saura Lithografie signiert 1962 Informelle Kunst El Paso Erbe von Goya
€350,00
Angebotspreis
€350,00
Normaler Preis
€350,00
Authentizität
Original
Typ
Lithographie
Herkunftsland
Spanien
Medium
Auf Papier, Velin
Stil
1960
Merkmale
Signiert
Thema
Charakter
Antonio Saura
Lithographie 1962
Signatur und Datum in der Platte gedruckt.
Probedruck auf Normalpapier,
Format: 45 x 58 cm
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Über den Künstler…
Antonio Saura, 1930 in Huesca, Spanien geboren und 1998 in Cuenca gestorben, ist eine der radikalsten Figuren der spanischen Nachkriegskunst. Als weitgehend Autodidakt begann er während einer langen Krankheit in seiner Jugend zu malen, eine prägende Erfahrung, die ihn von der Welt isolierte, aber eine intensive und obsessive innere Vision schärfte.
Sein Werk entstand in einem erstickenden politischen Kontext: dem franquistischen Spanien, geprägt von Zensur, Repression und der Unmöglichkeit direkter Äußerung. Saura wählte die Malerei als Feld des symbolischen Kampfes. Ab den 1950er Jahren in Paris lebend, näherte er sich europäischen Intellektuellenkreisen an und war 1957 Mitbegründer der Gruppe El Paso, einer Schlüsselbewegung zur Erneuerung der spanischen Kunst, die sich dem offiziellen Akademismus und der vom Regime auferlegten Folklore entgegenstellte. Seine Bildsprache ist gewalttätig, frontal, fast brutal: eine gestische Malerei, dominiert von Schwarz und Weiß, manchmal durchzogen von Brauntönen oder dunklem Rot, in der die menschliche Figur deformiert, zerrissen, zu einer spektralen Präsenz reduziert ist.
Die Körper, oft weiblich, die Kreuzigungen, die Köpfe, die Menschenmassen werden zu wiederkehrenden Motiven, nicht als narrative Sujets, sondern als Spannungsfelder zwischen Trieb, Macht und Zusammenbruch. Saura steht in einer sowohl spanischen als auch europäischen Tradition und ruft Goya, Velázquez und Zurbarán ebenso wie den Expressionismus und die informelle Kunst auf. Im Gegensatz zur reinen Abstraktion bewahrt er die Figur als Widerstandsfeld: eine Figur, die ohne Mund schreit, die ohne Augen schaut, die politische und existentielle Gewalt verkörpert, ohne sie jemals direkt zu illustrieren. Seine Malerei lehnt Verführung, Gleichgewicht und Dekoration ab; sie wirkt wie ein Angriff, eine Negation jeder falschen Harmonie. Als engagierter Intellektueller, Schriftsteller und Theoretiker verteidigt Saura eine tragische Kunstauffassung, in der Malerei bedeutet, das Unerträgliche aufzudecken, statt es zu verschönern.